Training in der kalten Jahreszeit

Training in der kalten Jahreszeit

Einer der gängigsten Fehler vieler Sportler ist es, ihr Training im Winter generell locker zu gestalten um die Grundlagenausdauer zu optimieren. Wir haben uns mit dieser Thematik beschäftigt und vertreten eine eindeutig konträre Position.

Warum sollte nicht nur die Grundlagenausdauer trainiert werden?

Zweifelsohne ist die Grundlagenausdauer für Ausdauersportler von elementarer Bedeutung.

Zu hinterfragen ist jedoch der Ansatz, nach dem mit reduziertem Trainingsumfang mit reduzierter Trainingsintensität im Winter trainiert wird.

Was sollte denn mit „langsam und weniger Trainingskilometer“ genau bewirkt werden? Neue Bestzeiten in den jeweiligen Disziplinen jedenfalls nicht. Grundsätzlich möchte man sich wohl mental und physisch erholen.

Eine gewisse Erholung ist zwar notwendig sowie ein kontrollierter Leistungsabfall nach einer heißen Wettkampfphase normal ist. Jedoch sollte dies im Rahmen bleiben.

Viele Sportler beginnen jedes Trainingsjahr mit demselben Ausgangsniveau und erreichen dieselbe maximale Leistung Jahr für Jahr aufgrund des reduziertem und zugleich lockerem Wintertrainings.

Sollte im Winter stattdessen intensiv trainiert werden?

Auch auf das Risiko hinaus, dass einige Routiniers an dieser Stelle die Seite verlassen, vertreten wir die Ansicht, dass intensive Reize definitiv auch im Winter gesetzt werden sollten.

Jedoch müsste das Training grundsätzlich anders gestaltet werden. Nach dem Trainingsprinzip vom „Unspezifischen zum Spezifischen“ sollten wettkampfspezifische Einheiten vermieden werden.

Detaillierte Infos zu den Trainingsprinzipien findest du unter: https://triathlonportal.net/index.php/trainingsprinzipien/

Beispielsweise wären 10-mal 100 Meter für einen 10000 Meter Läufer ein unspezifisches Training (Winter), während 10-mal 1000 Meter ein hochspezifisches Training darstellen würde, welches vor der Wettkampfphase absolviert wird.

Es sollte in den kalten Monaten an den allgemeinen Grundlagen gearbeitet werden. Kraft, Technik, Ausdauer sowie weitere unspezifische Reize stehen im Vordergrund.

Von zentraler Bedeutung ist es, abwechslungsreich zu trainieren, um das zu verbessern, was eine Grundlage für das Erklimmen des nächsten Leistungsniveaus darstellt und was während des Frühjahrs aufgrund des spezifischen Trainings vernachlässigt wird.

Konkret bedeutet das, dass längere Entwicklungsbereichseinheiten wie 4-mal 2000 Meter Laufen vermieden werden sollten, der GA2 und hochintensive SB Bereich zum Beispiel in Form eines HIIT Trainings jedoch durchaus eingestreut werden kann.

Wie ein HIIT Training gestaltet wird, findest du unter: https://triathlonportal.net/index.php/2020/04/18/hit-training/

Allerdings sollte jeder Athlet je nach seinem persönlichen Profil unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

An welchen Stellschrauben kann gedreht werden?
  • Kurze hochintensive Belastungen
  • HIIT Training
  • Techniktraining
  • Krafttraining
  • Kraftausdauertraining
  • Treppenlauftraining
  • Schrittfrequenztraining
  • Kadenztraining am Rad
  • Sprinttraining
  • Training im anspruchsvollen Gelände
  • Beweglichkeitstraining
  • Gleichgewichtstraining
  • Alternative Sportarten

Im Winter steht nicht lediglich das reduzierte, lockere Ausdauertraining im Fokus, sondern ganz klar das abwechslungsreiche Training. Wer in der kalten Jahreszeit vielseitig trainiert, intensive, kurze Belastungen in sein Training integriert, an seiner Technik, Kraft und Ausdauer arbeitet, wird gestärkt in die neue Saison starten. Denn „der Athlet wird im Winter gemacht“.

Mit sportlichen Grüßen

Reinhard und Barbara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.