Warum vor allem Triathleten vom Lagen Schwimmen profitieren

Viele Multisportler wollen sich nur auf die Lage konzentrieren, die sie im Wettkampf auch schwimmen. Da wenig Zeit für das Schwimmtraining vorhanden ist, wäre es ja auch logisch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Leider wird man mit diesem Trainingsansatz kein gutes Niveau bei der ersten Disziplin des Triathlons erreichen.

Besonders Triathleten verzichten gerne auf das Lagen Schwimmen und können daher von einer Trainingsumstrukturierung stark profitieren.

Deshalb wollen wir die Chancen eines vielseitigerem Schwimmtrainings erläutern.

Das Training wird vielseitiger

Eines der wichtigsten Trainingsprinzipien, das Prinzip der Varibilität besagt, dass das Training stets abwechslungsreich sein muss. Sind die Trainingsreize zu ähnlich, so führt dies zur Stagnation.

Ein Sportler sollte daher stets bemüht sein, sein Programm zu variieren um den Körper neue Herausforderungen zu bieten.

Denn nur durch Anpassung an aktuelle Anforderungen kann man sich nach dem Konzept der Superkompensation (Formanstieg nach Belastung) langfristig verbessern.

Infos zu den Trainingsprinzipien findest du hier: https://triathlonportal.net/index.php/trainingsprinzipien/

Keine Langweile im Training!

Indem das Trainingsprogramm verschiedene Inhalte von Technik, bis Sprints und Lagen beinhaltet wird dieses nicht nur effektiver, sondern abwechslungsreicher.

Auf diese Weise wird dieses mehr Freude bereiten. Denn es gibt kaum etwas Langweiligeres als auf einer 25 Meter Bahn kontinuierlich zu kraulen.

Ähnliche muskuläre Beanspruchung

Wer den Armzug der verschiedenen Lagen beherrscht, wird bereits aufgefallen sein, dass dieser relativ ähnlich ist.

Schließlich strebt man bei allen Lagen einen hohen Ellbogen an und hat eine vergleichbare Zugphase, wodurch man durch die bei den anderen Lagen gesetzten Reize auch profitiert.

Wie wäre es ansonsten möglich, dass ein Sportler bei unterschiedlichen Lagen im Rahmen der selben Meisterschaft mehrere Rekorde aufstellen?

Open Water Leistungsschwimmer schwimmen auch Lagen

Wenn man das Training von Leistungsschwimmern für Freiwasserbewerbe oder bei der Vorbereitung auf einen 1500 Meter Wettkämpfe analysiert, so wird man feststellen, dass diese auch einen hohen Lagen Anteil im Training absolvieren.

Es macht Sinn, von den Spezialisten zu lernen, auch wenn deren Training natürlich nicht 1:1 vergleichbar ist.

Warum sollte denn ein Leistungssportler, der bereits 20 Stunden im Wasser war, zusätzlich noch Lagen schwimmen, wenn diese sein Training nicht positiv beeinflussen würden.

Koordination, Technik und Wassergefühl

Insbesondere profitiert man beim Lagenschwimmen durch den positiven Effekt auf die Schwimmtechnik.

Einerseits stellen neue Bewegungen im Wasser eine koordinative Anforderung dar.

Die Motorneuronen, die kleinen Steuerzentralen im Rückenmark können durch entsprechendes Training das Zusammenspiel der Muskelspindeln und Muskelgruppen optimieren.

Durch eine höhere Rekrutierungsrate der Musekelspindeln wird man sein aktuelles Leistungspotenzial vermehrt ausschöpfen.

Zum anderen wird auch die Schwimmtechnik durch die vielseitigen Bewegungen positiv beeinflusst. Beispielsweise lernt man in allen Lagen eine gute Wasserlage zu halten, was sich positiv aufs Kraulen auswirkt.

Nicht vergessen werden sollte die gesammelte Bewegungserfahrung in Zusammenhang mit dem Wassergefühl. Man lernt, wie man das Wasser „angreifen“ muss um einen effizienten Zug durchzuführen.

Prävention

Das wohl schlagkräftigste Argument für das Lagenschwimmen haben wir uns für den Schluss aufgehoben.

Zwar ist es richtig, dass Schwimmen zu den wohl gesündesten Sportarten zählt. Allerdings nur, wenn die Technik solide ist und ein adäquates Programm absolviert wird.

Sportler, die Dauerkraulen, eventuell noch in Kombination mit Poolbuoy und Paddles, riskieren eine Überbelastung ihrer Gelenke.

Insbesondere eine sogenannte Schwimmerschulter, Abnützungserscheinungen sowie ein Impingement Syndrom bzw. eine Reizung der Bizeps Sehne können die Folge einseitiger Belastungen sein. Beim Kraulen wird stätig eine Zug-bzw.

Druckbewegung vor dem Körper gemacht. Daher ist Rückenschwimmen ein exzellenter Ausgleich für diesen Bewegungsablauf.

Fazit

Lagenschwimmen bereichert das Schwimmen auf vielseitige Weise, ermöglicht ein abwechslungsreiches Training, trägt zur Leistungssteigerung bei und kann unter Umständen möglichen Verletzungen vorbeugen.

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